Pantelleria“Geschlossen wegen Meeresstille”. Nur auf Pantelleria kann es einem passieren, daß eine Weinhandlung nicht öffnet, weil die Inhaberin einen windstillen Tag für einen Ausflug mit dem Motorboot nützen wollte.

Wind gibt es hier immer. Na gut, beinahe immer. Den offiziellen Statistiken zufolge weht er hier im Schnitt 337 Tage im Jahr. Ben-El-Rion, Tochter des Windes, nannten sie die Araber, ein Volk, das mehr als alle anderen Spuren seiner Existenz auf der Insel hinterlassen hat. Von den Ortsnamen arabischer Herkunft wie Khamma, Bukkuram, Gadir, Khaddiuggia, Bugeber oder Mursia bis zu den Dammusi, den traditionellen Steinhütten der Inselbewohner, sowie einigen landwirtschaftlichen Techniken, erinnert noch heute vieles an die Kultur dieser geschickten Kolonisatoren.

Giardino pantesco Pantelleria

Ein berühmtes Beispiel dafür ist der giardino pantesco, ein Zitrusgarten, umgrenzt von einer kreisfömigen Trockenmauer aus Lavastein, ein raffiniertes System, um die Zitrusfrüchte in seinem Inneren vor Wind und Trockenheit zu bewahren. Ach ja, die Trockenheit! Als ob es darum ginge, die Bedingungen für die Landwirtschaft auf dieser Insel so schwierig als möglich zu gestalten, wird der konstante Wind noch von akutem Wassermangel begleitet. Es gibt keine natürlichen Süswasserquellen auf der Insel und in der Regel regnet es vor allem im Winter, mit einem Jahresduchschnitt von weniger als 500 mm.

Nicht zu vergessen dabei, daß bei einer Entfernung von nur 70 km zur nordafrikanischen Küste, der Wind auf Pantelleria eine besonders austrocknende Wirkung hat. Zählt man dazu noch eine Bodenbeschaffenheit mit hohem Sandanteil und entsprechend geringer Fähigkeit Wasser zu speichern, ergibt sich ein semiarides Klima, das die Agrarwirtschaft vor hohe Aufgaben stellt. 

Weinbau auf Pantelleria

Kopferziehung Weinstock PantelleriaDie extremen klimatischen Bedingungen der Insel haben dazu geführt, daß auf Pantelleria die Praxis der Kopferziehung der Rebe (alberello pantesco) die seit jeher am meisten praktizierte Methode ist. Der Rebstock wird dabei in eine etwa 20 Zentimeter tiefe Mulde gepflanzt, wobei ein sehr kurzer Hauptstamm mit drei oder vier horizontalen Kordonen einen engen Bodenkontakt ergibt. Zum einen wird damit die Weinrebe vor den starken Winden geschützt, zum anderen kann sie Regenwasser und Tau besser nutzen.

Auch ein kurzer Schnitt der Kordone, eine Bepflanzung im Quadrat  (circa 2 x 2 Meter) mit einer relativ niedrigen Stockdichte von gerade mal 2500 Pflanzen pro Hektar dienen dazu, mit dem wenigen Regenwasser sparsam umzugehen und einen Trockenstress der Reben zu vermeiden. Unterlagsreben mit einer guten Trockenresistenz wie Paulson 1103 oder 140 Ruggeri vervollständigen die Schutzmassnahmen des Weinbaus auf Pantelleria.

Im Frühjahr 2015 wurde die Kultur des Weinbaus auf Pantelleria von der UNESCO mit einer Anerkennnung als immaterielles Erbe prämiert. Zum ersten Mal erkannte man damit einer landwirtschaftlichen Praxis eine derat hohe Bedeutung für die gesamte Menschheit zu.

Die Rebsorte: Moscato di Alessandria oder Zibibbo

Zibibbo PantelleriaDer Name Moscato di Alessandria, genauer gesagt Zibibbo, ist die Bezeichnung unter welcher die bedeutendste Rebsorte Pantellerias im Nationalen Weinrebenregister Italiens geführt wird. 

Der Ursprung der Sorte Moscato di Alessandria ist noch vollständig geklärt. Sicher ist lediglich, daß sie nichts mit Maskat (arabisch مسقط‎, Masqat), der Hauptstadt des Sultanats von Oman zu tun hat. Der Name der Rebsorte ist in der Tat keine grosse Hilfe, wenn es darum geht ihre Heimat ausfindig zu machen. Mit dem Oberbegriff Moscato (Muskat, Muskateller) werden in der Tat mehr als zweihundert, oft völlig verschiedene Rebsorten bezeichnet, und auch der Beiname ‘di Alessandria’, welcher auf einen Ursprung im ägyptischen Alexandrien denken liesse, weist, jüngeren genetischen Untersuchungen zufolge, nicht in die richtige Richtung.

Moscato di Alessandria ZibibboBislang wissen wir nur, daß der 'Moscato di Alessandria' wahrscheinlich einer natürlichen Kreuzung zwischen Muscat Blanc à Petits Grains (weisse Muskattraube) und Axina de Tres Bias zu verdanken ist.  Ab da allerdings wird die Frage kompliziert. 

Wie einige Erbgutanalysen der weissen Muskattraube zeigen konnten, gibt es eine Übereinstimmung ihres genetischen Profils mit einigen griechischen Varianten der Muskattraube, was an eine Abstammung aus Griechenland denken liesse. 

Weit unsicherer ist hingegen die Herkunft der Traubensorte Axina de Tres Bias, eine Varietät, die sich in Sardinien, auf Malta und in Griechenland findet, wo sie als Eftakoilo oder Heftakilo bezeichnet wird. Die Frage ist daher, ob die Kreuzung in Italien oder in Griechenland zustande kam. Vielleicht in der süditalienischen Magna Grecia? 

Wie auch immer, ausser auf Pantelleria, wo der aus Zibibbo gewonnene Wein das bei weitem wichtigste Produkt der Insel darstellt, bereitet man auch in Frankreich (Muscat de Rivesaltes), Spanien und Portugal (Moscatel de Setúbal) hervorragende Wein aus dieser Traube.

Die vier terroir von Pantelleria

Angebaut in Steillagen mit Terrassenbau, charakterisiert von Trockenmauern mit einer geschätzten Gesamtlänge von über 7000 km Länge, wird die Zibibbo-Traube in den ersten Augusttagen per Handelese geernet. Freilich hängt dabei alles von der genauen Lage der einzelnen Weinberge ab. Wie eine von der Universtität Mailand unter Leitung von Attilio Scienza angefertigte Zonierungsstudie gezeigt hat, lassen sich im Weinbau Pantellerias vier Lagen mit jeweils unterschiedlichem Reifezeitpunkt der Trauben feststellen. Die grösste Rolle spielen dabei die Bodenwärme, ihrerseits beinflusst vom Feuchtigkeitsgrad des Untergrundes, von dessen Struktur, der Höhenlage sowie der Ausrichtung der Weinberge. Caterina D’Ancona, Winzerin und Autorin eines ausgezeichneten Werkes zum Passito di Pantelleria, gibt folgende Einteilung:

PantelleriaLagen sehr früher Traubenreife: Einige Gebiete im Nordteil der Insel (Kharuscia) und im Westen (Penna), welche durch eine Höhenlage von 20 bis 40 Meter ü. d. M. charakterisiert sind. Diese Lagen eignen sich besonderws für die Herstellung des Passito di Pantelleria. Zuckergehalt zwischen 22°-24° Babo (circa 106 - 117° Oechsle).

Lagen früher Traubenreife: hauptsächlich im Nord-Osten und im Süd-Osten (Khaddiuggia, Bugeber, Khamma Fuori, Kadir und Ghirlanda) sowie im Westen das Gebiet Bukkuram. Höhenlage circa 180 Meter ü. d. M. Der Zuckergehalt des Lesegutes liegt bei etwa 20° Babo (97° Oechsle).

Lagen mittlerer Traubenreife: Höhenlage etwa 300 Meter ü. d. M. im Umkreis des höchsten Gipfels der Insel, des Montagna Grande (835 Meter ü. d. M.). Die Trauben weisen hier einen durschnittlichen Zuckergehalt von unter 20° Babo auf.

Lagen später Traubenreife: zwei auf 350 Meter ü. d. M. gelegene Orte am Montagna Grande, Mueggen im Nordosten und Sibà im Nordwesten. Der Boden ist hier feuchter und die Zuckerkonzentration bewegt sich um 17° Babo (83° Oechsle). Im Allgemeinen sind diese Lagen zur Herstellung des Passito weniger geeignet, eignen sich hingegen hervorragend für einen trockenen Ausbau.

Der zeitliche Abstand zwischen der Traubenreife in früh- und spätreifenden Lagen beträgt etwa zwanzig Tage. Hervorzuheben ist dabei, daß auf Pantelleria die Trauben der frühreifenden Lagen einen höheren Reifegrad aufweisen als jene der spätreifenden Zonen, während es sich im Rest der Welt beinahe immer umgekehrt verhält! Schauen wir uns an, was dies für die Produktion des Passito di Pantelleria D.O.C. bedeutet, eines Weines, der sich zwei, mit zeitlichem Abstand erfolgenden Weinlesen verdankt.

Die Technik der Rosinierung

Die erste Weinlese, zumeist in den frühen Augusttagen,  liefert Trauben, die aufgrund ihres hohen Zuckergehalts zur Eintrocknung oder Rosinierung bestimmt sind. Im Italienischen nennt man diesen Vorgang "appassimento", ein Wort, von dem sich auch der Name des fertigen Weines ableitet.  Die Rosinierung erfolgt traditionell unter offenem Himmel, wobei die Trauben am Boden auf Roste oder andere Unterlagen mit guter Luftzirkulation ausgebreitet werden. Das Lesegut darf allerdings in der Nacht abgedeckt werden, um es vor Tau oder Regen zu schützen, die eine unerwünschte Schimmelbildung befördern könnten.

Alternativ dazu werden in letzter Zeit auch Tunnel zur Rosinierung eingesetzt. Die mit Nylonabdeckung versehenen, flachen Tunnel lassen sich auf allen vier Seiten öffnen und garantieren damit eine gute Luftzirkulation. Im Vergleich zur Freilandtrocknung höhere Temperaturen sowie eine geringere Luftfeuchtigkeit im Tunnel verringern die Dauer der Rosinierung. 

Rosinierung Passito di Pantelleria im Freiland
Rosinierung im Freiland
Rosinierung Passito di Pantelleria im Tunnel
Rosinierung im Tunnel

Die Vorteile dieser Methode liegen auf der Hand. Es ist jedoch grosse Sorgfalt vonnöten, um zu verhindern, daß die hohen Temperaturen im Tunnelinneren negative Auswirkungen auf die Traubenqualität, wie etwa eine exzessive Karamellisierung des Traubenzuckers zur Folge haben. 

Je nach Art der gewählten Technik und des gewünschten Rosinierungsgrades dauert dieser Vorgang zwischen 15 und 30 Tagen. Dabei vollzieht sich im Inneren der Trauben nicht nur eine Zuckerkonzentration sondern auch eine Reduzierung der Weinsäure, vor allem aber komplexe fotochemische Reaktionen, welche die Terpene, die aromatischen Bestandteile des späteren Weines betreffen. Manches deutet darauf hin, daß sich mit einer direkt an der Sonne erfolgenden Rosinierung besonders positiv Wirkungen erzielen lassen und dabei insbesondere die aromatische Dichte und Typizität des Buketts zunimmt.

Appassimento Moscato PantelleriaMit der zweiten Weinlese wird das Traubenmaterial für die Herstellung des Grundweins gewonnen, der nach üblichen Methoden der Weisweinherstellung vinifiziert wird. Dem fermentierenden Traubenmost werden dabei nach und nach die zuvor rosinierten Trauben zugegeben. Genau hierin liegt der eigentliche Kern der Passitobereitung. Die getrockneten nehmen Wasser aus dem Most auf und geben ihrerseits aromatische Substanzen und Zucker ab. Die hohe Zuckerkonzentration bedingt eine langsame Gärung, welche sich gut und gerne über mehrere Monate hin erstrecken kann. Auf jeden Fall handelt es sich um eine unvollständige Gärung, da die Hefen, der Einsatz natürlicher oder Reinzuchthefen macht dabei keinen grossen Unterschied, kaum die geballte Zuckerladung in Alkohol verwandeln können. 

Passito di Pantelleria und Passito liquoroso

Ausser dem Passito di Pantelleria D.O.C. gibt es noch zwei weitere Denominationen im Handel: die “D.O.C. Pantelleria” und die “D.O.C. Moscato di Pantelleria”. Unter dem Qualitätssiegel der “D.O.C. Pantelleria” darf auch ein “Passito liquoroso”, erzeugt werden, eine Typenbezeichnung, die leicht Verwirrung unter Weinfreunden stiftet. Dabei ist nicht allein die Hinzufügung von Alkohols, welche durch die Bezeichnung "liquoroso" auf dem Etikett zumindest deklariert wird, der entscheidende Qualitätsunterschied zwischen diesem Produkt und dem Passito di Pantelleria D.O.C. sondern vor allem die auf dem Weinlabel nicht ausgewiesene Möglichkeit, diesen Wein auch ohne die traditionelle Rosinierung herzustellen. Was den “Passito liquoroso” anbelangt, verlangt das Gesetz lediglich, Trauben zu verwenden , welche einer geeigneten Rosinierung unterzogen wurden (“uve sottoposte (…) a conveniente appassimento”), im Klartext können also auch künstlich getrocknete Weintrauben zum Einsatz kommen. Natürlich sind die Produktionskosten eines ohne natürliche Rosinierung erzeugten Weines wesentlich niedriger aber die Kehrseite der Medaille sind weitaus einfachere Aromen im Glas und eine entsprechend geringere Trinkfreude.  Der Passito di Pantelleria D.O.C. lehrt in der Tat, daß es auf dem langen und mühsamen Weg zur Erzeugung eines Weines von einzigartiger Statur und höchster Qualität keine Abkürzungen gibt.

Der Preis des Passito di Pantelleria

Diese Qualität hat ihren Preis, allem voran für die Erzeuger. Hohe Temperaturen bei der Lese machen auch den Winzern in anderen Weingegenden der Welt zu schaffen und kräftezehrende Steillagen nicht weniger.  Auf Pantelleria jedoch ist die Arbeit besonders hart. Der Boden ist »sehr weit unten« sagt man hier und die viele tausend Male, welche die Erntehelfer sich nach unten bücken, um die Trauben  von dem förmlich am Boden kauernden, niedrigen Rebstock zu schneiden, bedeuten eine zusätzliche Plagerei, eine Strapaze, die sich während der Rosinierungsphase, mit dem Ausbreiten der Weintrauben am Boden fortsetzt.

Donnafugata Weinlese
Donnafugata Weinlese
Pantelleria Weinberge
Pantelleria Weinberge

Eine 50 cl Flasche Passito di Pantelleria D.O.C. kostet gegenwärtig zwischen 25,00 und 50,00 €. Sehr teuer, könnte man denken und zu einem billigeren Produkt im Weinregal greifen. »Auch da ist schließlich nur Zibibbo drin», nicht wahr?

Wer so denkt und handelt, vergisst seine Rolle als Koproduzent. Der geringere Preis der Flasche ist ja zumeist bedingt durch eine sehr niedrige Entlohnung der auf Pantelleria sehr zahlreichen Kleinproduzenten. In einigen Fällen verfiel der Preis auf ein Niveau von 0,28 € pro Kilogramm. Dafür lohnt die schwere Arbeit nicht mehr. Eine Aufgabe der Weinberge ist die logische Folge. 

Passito und Speisen, traditionelle und innovative Kombinationen

Cassata sicilianaDie klassische Kombination des Passito di Pantelleria besteht in seiner Begleitung durch sizilianische Gebäck wie die unwiderstehlichen paste di mandorla oder eine cassata. Wenn man es noch lokalspezifischer wünscht, kann man den Inselbewohnern folgen, die ihn am liebesten mit einem bacio pantesco geniessen, einem Gebäck mit Ricottafüllung, geriebener Zitronenschale und Schokoladenstückchen.

 bacio pantesco

Eine Inszenierung des Passito mit gereiftem Käse, allem voran Blauschimmelkäse, legt die Messlate eine deutliche Stufe höher und für neugierige Gourmets ist auch eine Fischpastete mit Bottarga oder auch Gänseleber eine interessante Wahl. Vor allem aber ist Passito di Pantelleria ein idealer Aperitiv, ein perfekter Willkommensschluck für unerwartet eintreffende Freunde sowie ein idealer Begleiter an langen Winterabenden vor dem Kamin.

Geschmacksprofil 

Der Passito di Pantelleria macht bereits mit seinem outfit auf sich aufmerksam. Typischerweise präsentiert er sich mit einer leuchtend goldgelben, manchmal ins kupferähnliche tendierenden Farbe. An der Nase tritt zunächst der sortentypische, stark aromatische Muskatgeruch hervor, begleitet vom Duft nach Trockenfrüchten (Aprikose, Feigen, Datteln), kandierten Maronen und kandierter Orangenschale, Gewürzen (vor allem Zimt und Ingwer) sowie süssen Düften, die Assoziationen mit Honig oder Orangenblüten wachrufen. Im Mund hat er oft einen deutlich mineralischen, gar salzigen Unterton, wobei die besten Exemplare ein perfektes Gleichgewicht zwischen Süße und Säure aufweisen. 

Die Spitzenweine

Carlo Pellegrino hat den Passito di Pantelleria in der ganzen Welt bekannt gemacht. Wenige Passiti sind so lückenlos, auch im Grosshandel vertreten wie sein Nes.  Nach den meisten muß man etwas suchen, aber die Geduld lohnt. Eine hervorragende Auswahl bietet die Weinhandlung Emporio del Gusto in der Hauptstadt Pantelleria, bei der man auch online bestellen kann. Um die anderen Weine zu verkosten, muß man selbst hinfahren. Eine Reise nach Pantelleria lohnt immer. Der Weintourismus auf der Insel macht von Jahr zu Jahr Fortschritte und einige Betriebe sind gerne bereit, interessierte Weinkunden zu empfangen. 

Aber schauen wir uns einige Topweine des Passito di Pantelleria näher an. Zunächst die Klassiker, von konstant herausragender Qualität führen sie bei den meisten Verkostungen das erste Wort:

Donnafugata, Ben Ryé, 2012Passito Ben Rye Donnafugata

  • Alkohol: 14,5%
  • Anbaugebiet: Khamma, Mulini, Mueggen, Serraglia, Gibbiuna, Barone, Martingana, Bukkuram, Favarotta, Punta Karace, Bugeber, Monastero
  • Boden: vulkanisch, sehr locker, reich an Mineralien
  • Höhe: 20 - 400 Meter ü. d. M.
  • Alter der Rebstöcke: über 100 Jahre 
  • Lagenausrichtung: uneinheitlich
  • Ausbau: im Stahl für 7 Monate und mindestens 12 Monate in der Flasche
  • Mittlere Jahresproduktion: 80.000 Flaschen
  • Lesezeitpunkt: nach dem 15. August für die Erstlese; Zweitlese im September
  • Önologe: Antonio Rallo und Antonino Santoro  sowie Stefano Valla

Sole d'Agosto Passito De BartoliMarco De Bartoli, Bukkuram - Sole d’Agosto, 2012

  • Alkohol: 14,5%
  • Anbaugebiet: Bukkuram
  • Boden: vulkanisch
  • Höhe: 200 Meter ü. d. M.
  • Alter der Rebstöcke: 35 - 50 Jahre
  • Lagenausrichtung:  Süd-West
  • Ausbau: 6 Monate im Barrique aus französischer Eiche und 6 Monate im Stahltank
  • Mittlere Jahresproduktion: 15.000 Flaschen
  • Lesezeitpunkt: zweite Augustwoche für die Erstlese; Zweitlese erste Woche im September
  • Önologe: Sebastiano De Bartoli

Echte Weinfreaks, die einmal richtig die Welt des Passito di Pantelleria kennenlernen möchten, gehen natürlich weiter. Es empfehlen sich folgende Weine: 

Coste Ghirlanda Alcova Passito

Coste Ghirlanda, Alcova, 2012

  • Alkohol: 14,5
  • Anbaugebiet: Tenuta di Piana di Ghirlanda
  • Boden: vulkanisch
  • Höhe: 202 Meter ü. d. M.
  • Alter der Rebstöcke10 Jahre, teilweise älter
  • Lagenausrichtung: Die Ebene Ghirlanda hat eine zum Meer weisende Nord-Südausrichtung
  • Ausbau: Im Stahl für zwei Jahre und ein Jahr in der Flasche.
  • Mittlere Jahresproduktion: der "Alcova" kommt nicht jedes Jahr heraus aber 2012 wurden 1000 Flaschen produziert
  • Lesezeitpunkt:  Anfang September 
  • Önologe: Lorenzo Landi

 

 

Dietro l'Isola Passito di PantelleriaDietro l’Isola, Passito di Pantelleria, 2012

  • Alkohol: 14,5%
  • Anbaugebiet: Dietro l’Isola
  • Boden: vullanisch
  • Höhe: 300 Meter ü. d. M.
  • Alter der Rebstöcke: 30 Jahre
  • Lagenausrichtung: Süd
  • Ausbau: 8 Monate im Stahl und 3 in der Flasche
  • Mittlere Jahresproduktion: 8000 Flaschen
  • Lesezeitpunkt: Mitte August und dann die Zweitlese Mitte September
  • Önologe: Donato Lanati

 

Abraxas Passito di Pantelleria

Abraxas - Vigne di Pantelleria, Passito di Pantelleria, 2009

  • Abraxas: 14,5%
  • Anbaugebiet: Bukkuram
  • Boden: Mittlere Bodendichte, vulkanischen Ursprungs
  • Höhe: 180 Meter ü. d. M.
  • Alter der Rebstöcke: 20 Jahre
  • Lagenausrichtung: Osten - Süd-Westen
  • Ausbau: 6 Monate in der Flasche
  • Mittlere Jahresproduktion: 15.000 Flaschen
  • Lesezeitpunkt: 10. August und Ende August.
  • Önologe: Dott. Michele Augugliaro

 

Cimillya Passito D'Ancona

D’Ancona, Cimillýa, 2010

  • Alkohol: 14%
  • Anbaugebiet: Kaddiuggia
  • Boden: Sandboden
  • Höhe: 200 Meter ü.d.M.
  • Alter der Rebstöcke: 30 Jahre
  • Lagenausrichtung: Nod-Osten und Süd-Westen
  • Ausbau: im Stahl 24 Monate und anschliessend in der Flasche für weitere 3 bis 6 Monate
  • Mittlere Jahresproduktion: 4.000 Flaschen
  • Lesezeitpunkt: Mitte August und Ende August
  • Önologe: Caterina D'Ancona e Antonio D'Aietti

 

Solidea Passito di PantelleriaSolidea, Passito di Pantelleria 2010

  • Alkohol: 14,5 % 
  • Anbaugebiet:  C.da Kaddiugggia- Zighidì
  • Boden: vulkanisch
  • Höhe: 120 Meter ü.d.M.
  • Alter der Rebstöcke: 15 Jahre
  • Lagenausrichtung: Süden
  • Ausbau: kurze Zeit im Faß und dann in der Flasche
  • Mittlere Jahresproduktion: 8.000 Flaschen
  • Lesezeitpunkt: August- September
  • Önologe: Giacomo D’Ancona

Karuscia Passito di PantelleriaMinardi, Karuscia, 2010

  • Alkohol: 14,5%
  • Anbaugebiet: Karuscia / Campobello 
  • Boden: vulkanisch, Basalt, reich an Silizium
  • Höhe: 50 Meter ü. d. M.
  • Alter der Rebstöcke: 10 Jahre
  • Lagenausrichtung: Süden
  • Ausbau: im Stahl und in der Flasche
  • Mittlere Jahresproduktion: 10.000 Flaschen
  • Lesezeitpunkt: August
  • Önologe: Francesca Minardi

 

Sangue d'oro Passito di PantelleriaCarole Bouquet, Passito di Pantelleria, 2012

  • Alkohol: 14,5%
  • Anbaugebiet: Loc. Serraglia
  • Boden: vulkanisch, Ton und Limonit
  • Höhe: 500 Meter ü. d. M.
  • Alter der Rebstöcke: 8-80 Jahre
  • Ausrichtung: Süden
  • Ausbau: mehr als 1 Jahr 
  • Mittlere Jahresproduktion: 14.000 Flaschen
  • Lesezeitpunkt: Ende August - Anfang September
  • Önologe: Donato Lanati